Die Sage vom Traumfänger

Der Mensch hat das Netz des Lebens
nicht gewebt, er ist nur ein Strang
dieses Netzes. Was immer er dem
Netz antut, tut er sich selbst an.

Häuptling Seattle

 

Dream ... dream ... dream!

When hung in your codge or teepee, native american folklore says: a dreamcatcher allows good dreams to pass through the webbing to the dreamer.

It holds the bad dreams until the first light of the day, at which time theymelt and go away!

Small dream catchers where hung on infant cradle-boards so that the babies too would only have good dreams.

Träume ... träume ...träume!

Hänge deinen Traumfänger über dein Bett

- nach alter indianischer Überlieferung werden die guten Träume zu dir durchdringen, die schlechten Träume jedoch bleiben im Netz des Traumfängers hängen!

Der Traumfänger wird sie bis zum Tagesanbruch festhalten, bis das Licht der Sonne sie wegschmilzt!

Kleine Traumfänger wurden über die Wiegen der Babys gehängt, so daß die kleinen Schläfer ebenfalls nur schöneTräume hatten!
  Die Sage vom Traumfänger  
   
  Vor langer, langer Zeit war eine Familie in schrecklicher Not.
Wohl führten sie ein gutes und im Geistigen begründetes Leben, aber ihre Nächte waren von schrecklichen Träumen und Visionen erfüllt.
Der Vater, der keinen Ausweg sah, nahm seine Medizinpfeife und ging um Rat zu suchen beim großen Geist.
Ruhig saß er auf einem offenen, mit Präriegras bestandenem Feld, rauchte dabei und lauschte dem Flüstern des Windes.
 
   
  "Ich kann dir helfen", hörte er. "Wer sprach zu mir?" fragte der Vater. Als er um sich sah, bemerkte er eine große Spinne, die auf einem Grashalm saß. "Ich bin es, die dich angerufen hat. Ich habe eine Antwort auf deine Gebete. Ich will dich meine Medizin lehren. Die Verwirrungen in deinem Leben kommen nicht aus dir selbst, denn du führst ein gutes, im Geistigen begründetes Leben. Jene Geister um dich herum, die nicht in Harmonie leben, möchten, dass du zugrunde gehst.
Es sind böse Geister, dem Chaos entstammend, die dich während deines Schlafes heimsuchen."
 
   
  Während die Spinne dem Vater das alles sagte war sie geschäftig, zog zwei Grashalme zueinander und band sie mit Spinnweb zusammen. "Du musst mir jetzt bestimmte Dinge bringen, damit ich dir helfen kann", sagte die Spinne.  
   
  Der Vater ging fort und brachte, als er zurück kam die Dinge mit, die die Spinne erbeten hatte.
Zuerst legte er die Adlerfeder in das Gewebe. "Diese Feder bedeutet die Luft und die Geister der Lüfte", sagte die Spinne. "Als nächstes soll der Stein in das Gewebe gebracht werden, dieser Stein bedeutet den Geist der Erde.
Dann lege die Muschel in das Gewebe, diese Muschel bedeutet den Geist des Meeres.
Zum Schluss lege die Perlenschnur in das Gewebe. Diese
Perlen wurden im Feuer gebildet und bedeuten die Geister des Feuers."
 
   
  Nun nimm diesen Fänger der Träume, der die Kräfte von Erde, Wind, Feuer und Wasser in sich trägt.
Hänge ihn über dein Bett und du wirst gut ruhen.
Weil friedliche Geister sich in einer geraden Linie fortbewegen, werden sie in den Träumen zu dir kommen können.
Aber die Geister chaotischen Ursprungs können auf gerader Linie nicht vorankommen und werden in dem Gewebe eingefangen, wo sie festgehalten werden, bis die Strahlen der Sonne sie verbrennen."
 

 

  THE MYTH OF DREAMCATCHER  
  A spider was quietly spinning his web in his own space. It was beside the sleeping space of Nokomis, the grandmother. Each day, Nokomis watched the spider at work, quietly spinning away. One day as she was watching him, her grandson came in. "Nokomis-iya!" he shouted, glancing at the spider.
He stomped over to the spider, picked up a shoe and went to hit it.
"No-keegwa", the old lady whispered, "don't hurt him."
"Nokomis, why do you protect the spider?" asked the little boy.
 
   
  The old lady smiled, but did not answer. When the boy left, the spider went to the old woman and thanked her for saving his life. He said to her: "For many days you watched me spin and weave my web. You have admired my work. In return for saving my life, I will give you a gift." He smiled his special spider smile and moved away, spinning as he went. Soon the moon glistened on a magic silvery web moving gently in the window.  
   
  "See how I spin?" he said. "See and learn, for each web will hold the bad dreams. Only good dreams will go through the small holes. This is my gift to you. Use it so that only good dreams will be remembered. The bad dreams will become hopelessly entangled in the web."